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Allgemein

20

Sep
2012

8 Comments

In Allgemein

By eaglepowder

Social Media: Ausbildungen zum Social Media Manager kritisch betrachtet

On 20, Sep 2012 | 8 Comments | In Allgemein | By eaglepowder

Meine Mailbox wird momentan mit Ausbildungsangeboten zum Social Media Manager geflutet. Versprochen wird eine Ausbildung in wenigen Modulen oder Stunden und das zu nicht unerheblichen Kosten im vierstelligen Euro Bereich. Ich persönlich bin über diese Angebote mehr als verwundert, weil ich bezweifle, dass die Versprechen eingehalten werden können.

Es ist verständlich, dass auf Grund von zu erwartender Nachfrage in diesem Bereich die „Ausbildung“ von Personen im Bereich Social Media selbst ein Geschäftsmodell wird, genauso wie die „Lehre“. Ich befürchte nur, dass die Rechnung auf Dauer so nicht aufgehen wird.  Blicke ich zurück, betätige ich mich selbst seit mehr als 10 Jahren auf Social Media Kanälen, angefangen von Foren, über OpenBC (heute Xing seit 01/0204, gelöscht irgendwann 2011), Facebook, Twitter und diversersten anderen. Trotzdem kann ich nach 10 Jahren nicht generell behaupten, „Experte“ (Pfui Wort) zu sein, weil das Thema extrem vielfältig und weitreichend ist.

Time matters! Analog zur Ausbildung zum Social Media Manager im Schnellverfahren werde ich, auch beim besten Willen nicht, nach ein paar Modulen die Lauberhorn Abfahrt befahren, egal ob meine Trainingsessions vom ÖSV zertifiziert sind oder nicht. Es braucht für meine Begriffe verhältnismäßig viel Zeit (Jahre), um sich in Microkosmos digitaler Kommunikation zu aklimatisieren und sicher zu bewegen.

People matter! Vorrangig relevant sind nicht technische Fragen oder die Beherrschung von irgendwelchen Instrumenten. Nicht jeder kann Social Media Manager sein und nicht jeder kann zu einem solchen ausgebildet werden. Fragen der Kommunikationsfähigkeit sowie Gewandheit in Wort, Schrift und Geist sind absolute Schlüsselfaktoren, um im Haifischbecken überleben zu können. Das kann man nicht lernen. Das muss man sein und (siehe oben) in Jahren perfektioniert haben.

Brand matters! Last but not least. Ein guter Social Media Manger muss selbst Micobrand sein, bevor er eine Brand führen kann. Auch das kann man nicht lernen, auch dazu braucht man viel Zeit, dazu muss man die richtige, auch charismatische Person sein. Und ohne digitalem Netzwerk geht nichts. Zero. Nullo.

Wesentlich relevanter als die „Ausbildung“ im Social Media Bereich ist die passende Auswahl von Personen aus einem vorhandenen Pool. Dazu müßten sich aber wiederum die personalverantwortlichen Personen mit dem Thema auseinandersetzen, selbst teilnehmen….und hier beginnt sich die Katze in den Schwanz zu beissen.

Kommentare willkommen

 

 

 

 

 

 

 

 

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Comments

  1. Gut gebrüllt, Löwe (erm, natürlich: Adler).

    Du sprichts Wahres aus, was aber die Anbieter dieser mehr oder weniger anständigen Akademien, Trainings und Expertenclubs in ihrem Businessmodell trifft. Wer mit der Dummheit andere sein Geld verdient, wird aber auch hier gern weghören. Was ich aber schlussendlich auch erwarte: Diejenigen, die sich als Experten für eh alles (in diesem Fall Social Media Management) ausgeben, verdienen zu häufig ihr Geld eben mit genau solchen Schulungen und Pseudoakademien. Man muss sich einfach entscheiden: Gute oder böse Seite der Macht 🙂

    • eaglepowder

      Ich bin 100% d`accord mit Dir. Momentan liegt aber das Geld mehr im Schatten. Bekanntlich zieht aber die Sonne weiter und ich hoffe, dass bald auch Budgets für Umsetzungen von Konzepten da ist. So ein Eisberg hat unter Wasser wesentlich mehr volumen als oben, nur muss er sich einmal umdrehen!

  2. Ich bin Social Media Noob und verstehe darum nicht, warum Experte ein pfui Wort ist. Expertise ist in meiner Welt das Beste! Internet zB. hat bestimmt kein Allrounder erfunden.

    Zur Unterscheidung. Experte ist imo wer ca 10.000 mit seiner Sache verbracht hat. Du bist wohl Experte für diese hier also keine falsche Bescheidenheit.

    • eaglepowder

      Servus,
      das „Pfuiwort“ bezieht sich auf die Inflation von Personen, die der Ansicht sind, Experten zu zu sein und dies teilweise auch im Zuge von „Lehrveranstaltungen“ zum Besten geben. Meine große Empfehlung ist die Frage nach dem Twitteraccount. Twitter ist zwar nicht alleinig Social Media, für mich aber ein gewisser Gradmesser, wie intensiv sich jemand überhaupt mit dem Thema auseinander setzt. Übrigens auch eine witzige Art und Weise, Agenturen zu betrachten! Versuchs einmal und have fun!

  3. Jürg Wyss

    Ich bin 100% einverstanden. 2 Punkte:

    Mich nerven diese Schulen ebenfalls, vorallem auch, weil nur „Marketing mit Sozialen Medien“ gelernt wird. Dabei geht es um viel mehr: Den Kunden tief in die Wertschöpfungskette eines Unternehmens einzubinden. Das geht viel weiter, als Werbung auf Facebook zu schalten. Solche Dinge lehren diese Schulen nicht.

    Richtig, die Technik kann ich in 30 Minuten pro Plattform lernen, dazu brauche ich keine „Akademie für Soziale Medien“. Was jemand aber lernen muss: Feststellen, wie er ankommt. Das benötigt viel Zeit. Das benötigt aber auch Feedback zu erhalten und zu verarbeiten. Alleine unmöglich. Genau das fehlt all diesen Schulen. Ich poste keinen Link, nicht meine Absicht, aber das ist, was ich in einer Art „Selbsthilfegruppe“ anbiete: Regelmässige Diskussionen „Wie kommst Du an, was kannst Du verbessern“. Das ist nichts akademisches, es gibt auch kein Zertifikat. Stattdessen ist es eine praxisorientierte moderierte Auseinandersetzung mit Dritten, also potentiellen Kunden.
    Gruss
    Jürg Wyss

  4. Hans Gerber

    Ich bin „so einer“ der eine solche Ausbildung macht. In meinem Leben war es immer so – und das deckt sich ziemlich mit dem was Du schreibst – dass ich eine Tätigkeit in Angriff nahm, bevor es überhaupt eine Ausbildung dazu gab…
    Es gab ja z.B. in der Vergangenheit auch viele PC-Supporter und „Informatiker“ bevor es eine dazu passende Ausbildun gab…
    Das ist Heute nicht anders – und ich bin auch deiner Meinung, dass es IMMER eine Affinität zur Aufgabe/zum Thema braucht. Wenn jemand total introvertiert ist, wird es schwierig – nein unmöglich – aus ihm einen erfolgreichen Marketingprofi zu machen.
    Aber die meisten sind clever genug, sich nicht in eine Ausbildung zu begeben, die ihnen nicht liegt (und erst noch teuer ist…).
    Ich für meinen Teil finde es jedenfalls gut, das Selbsterlernte in einer Ausbildung (mit einem rotem Faden)zu prüfen und zu manifestieren. Zudem trifft man da Gleichgesinnte, die Gefahr der Betriebsblindhat kann minimiert werden und es gibt neuen Input – denn man lernt ja nie aus…

  5. Daniel Rötzer

    Stimme auch deiner Skepsis zu, … es ist auch nur bedingt relevant, wie ‚kompetent‘ der vortragende Experte ist, er kann ein Genie sein, es wird allerdings sein Scheitern nicht verhindern, wenn seine Schüler Naivlinge sind, die tatsächlich glauben, oder hoffen, ‚Social Media‘ könne man ‚lernen‘.

    SM ist ja nicht allein, eine Timeline, Fanpage oder was auch immer zu befüllen, was hilft’s, wenn ich keine oder die falschen Follower hab‘, noch schlimmer sehe ich diese Fixierung auf die Anzahl der sg. Fans auf Facebook … lieber ein paar hundert tatsächlich Interessierte als Tausende Pseudofans, die irgendwann eines Gewinnspiels wegen ‚Likten‘.

    Allein an der Definition der Zielgruppe scheitern die ersten, von der Gewinnung dieser gar nicht zu reden. Wenn ich bedenk‘, dass ich sicher 2-3 Monate brauchte, eine interessante Timeline auf Twitter z’sammzukriegen, (interessante) Follower zu generieren ist noch schwieriger.

    Aber kein Schatten ohne Licht … :-). Ich denke, das vorrangige Klientel dieser ‚Schulungen‘ sind irgendwelche zwangsbeglückten (bisweilen damit nicht glückliche) Mitarbeiter von Unternehmen, die denken, SM nun selbst zu machen. Nach einiger Zeit des Scheiterns kehren sie aber dennoch wieder zu den Profis zurück, deren Mühsal allerdings darin liegen könnte, einen Ansprechpartner zu haben, der von sich glaubt, sich auszukennen :-).

  6. eaglepowder

    Hallo Daniel,
    jetzt habe ich vorallem bei den letzten Sätzen ziemlich lachen müssen. Der sogenannte Ausputzer! Danke für das Lesen und den Kommentar!

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